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Veranstaltungen

Geschäftsadresse:
Wolfgang Loch Stiftung
Frau Dr. Barbara Heinzmann
Gartenstr. 53
72074 Tübingen
Tel.: 07071 / 35231
E-Mail: barbaraheinzmann@web.de


ANKÜNDIGUNG

zur 27. Wolfgang Loch Vorlesung sowie
der 5. Verleihung des Wolfgang Loch Preises


Am Freitag, dem 23. Oktober 2026, um 17:00 Uhr, spricht der Preisträger

Priv.-Doz. Dr. Dr. Wolfgang Hegener

zum Thema

»… das haben wir behandelt wie einen heiligen Text« (Freud)
– Traumdeutung und talmudisches Judentum

Koreferat
Sandra Dörrenbächer

Diskussion mit dem Auditorium

Ende der Veranstaltung gegen 20 Uhr

Ort: im Hörsaal der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums der Eberhard Karls Universität, Calwer Str. 14, 72076 Tübingen.

Abstract zur 27. Wolfgang-Loch-Vorlesung

Zur Einstimmung in die Veranstaltung:

In diesem Vortrag möchte Wolfgang Hegener zeigen, wie insbesondere das methodische Vorgehen, das Freud paradigmatisch in seiner Grundschrift »Die Traumdeutung« entfaltet, der »talmudischen Denkweise« strukturanalog entspricht, so dass er schließlich sagen kann, er habe die Träume wie »heilige Texte« gelesen. Beide, die »heiligen Texte« und die Träume, treten gleichsam erst durch ihre Deutung hindurch in Kraft und sind sensu Loch in einem konstruktiven Prozess auf ihre Aktualisierung angewiesen. Diese Entsprechung rechtfertigt den weitergehenden Schluss, dass die Freudsche Psychoanalyse die einzig noch existierende talmudische Wissenschaft ist, was in einem abschließenden Teil diskutiert und problematisiert werden soll.

Priv.-Doz. Dr. Dr. Wolfgang Hegener Psychoanalytiker und Ausbildungsanalytiker (DPG/IPV/DGPT) in Berlin und Hochschullehrer für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion in Psychologie und Jüdischer Theologie, Habilitation in (psychoanalytischer) Kulturwissenschaft. 2022-2025 Studium der evangelischen Theologie im Kirchlichen Fernunterricht (KFU). Mit-Herausgeber des »Jahrbuchs der Psychoanalyse«. Interessenschwerpunkte: Jüdische Wurzeln der Psychoanalyse; zur Psychoanalyse des Antisemitismus; zum Verhältnis von Psychoanalyse und Philosophie. Letzte Buchveröffentlichungen: »Heilige Texte. Psychoanalyse und talmudisches Judentum« (Psychosozial-Verlag 2017), »Schuld-Abwehr. Psychoanalyti- sche und kulturwissenschaftliche Studien zum Antisemitismus« (Psychosozial-Verlag 2019), »Im Anfang war die Schrift. Sigmund Freud und die Jüdische Bibel« (Psychosozial-Verlag 2023) und zusammen mit Karin Zienert-Eilts »Herbert Rosenfeld – Then and Now: The Significance of His Work for Contemporary Psychoanalysis« (Karnac 2024).


SPENDENKONTO

Wolfgang Loch Stiftung
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